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Internationales Familienrecht

Bei binationalen Familien richten sich die Rechtsbeziehungen der Beteiligten regelmäßig nicht (nur) nach deutschem, sondern (auch oder ausschließlich) nach dem Recht eines anderen Staats, das ggf. strengere oder mildere Voraussetzungen (etwa für die Scheidung oder die Abstammungsklage) stellt oder andere Rechtsfolgen vorsieht (etwa bei Vermögensauseinandersetzung und nachehelichem Unterhalt).

Es ist Aufgabe des Rechtsanwalts zu prüfen, welche Rechtsordnung anwendbar ist und dem Familienrichter die zugrundeliegenden Umstände darzulegen. Nicht selten wird dies unterlassen mit dem Ergebnis, dass selbstverständlich vom deutschen Recht ausgegangen wird, obwohl eine andere Rechtsordnung anwendbar wäre, die für den Mandanten vielleicht großzügigere Regeln bereit gehalten hätte.

Der Versorgungsausgleich etwa ist bei Scheidungen nach deutschem Recht von Amts wegen durchzuführen, das heißt auch ohne ausdrücklichen Antrag der Ehegatten. Bei binationalen Ehen kann die Durchführung des Versorgungsausgleichs  wegen der oft langwierigen Nachweisbeschaffung aus dem Ausland zu erheblichen Verzögerungen führen, die von den Beteiligten gerade bei kurzer Ehe oft als unverhältnismäßig belastend wahrgenommen werden. Richtet sich die Scheidung nach einem anderen Recht, ist der Versorgungsausgleich vielleicht gar nicht ohne entsprechenden Antrag durchzuführen, was von den Familiengerichten übersehen werden kann, wenn die Rechtsanwälte nicht ausdrücklich darauf hinweisen und die Umstände vortragen, aus denen sich die Anwendbarkeit der anderen Rechtsordnung ergibt.

Im Internationalen Familienrecht bestehen umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten, die ich gerne für Sie prüfe.

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